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Urheberrecht (Persönliche Schöpfung)

Begriff und Bedeutung

Im Urheberrecht werden Werke

  • der Literatur,

  • der Wissenschaft und

  • der Kunst

geschützt (§ 1 UrhG@).

Werke sind persönliche geistige Schöpfungen (§ 2 Abs. 2 UrhG@).

Eine persönliche geistige Schöpfung liegt vor, wenn ein Mensch eine geistige Leistung mit gewissem Grad an Individualität erbracht hat.

Der gewisse Grad an Individualität ist als Abgrenzung zu durchschnittlichen geistigen Alltagserzeugnissen erforderlich. Das Ergebnis einer geistigen Leistung muss aus der Masse des Alltäglichen herausragen, um dass die geistige Leistung den urheberrechtlichen Schutz genießen kann.

Ein Schriftwerk kann einen gewissen Grad an Gestaltungshöhe erlangen beispielsweise

  • durch den Inhalt (z.B. bei einem Roman mit frei erfundenen Personen, Orten, Handlungen),

  • durch die besondere Gestaltung der Sprache (Gliederung, Formulierung) als auch

  • durch die Auswahl, Sammlung, und Anordnung des Stoffes.

Je größer der Gestaltungsspielraum für den Schaffenden ist, desto andersartiger (individueller) kann sein Werk sein.

Beispiel: Romane, Erzählungen und Gedichte (Gedankenausdrücke durch Schriftzeichen) entstehen aus frei erfundenen Stoffen (z.B. frei erfundene Personen, Orte, Handlungen). Daher haben sie einen hohen Grad an Individualität. Demgegenüber fehlt schriftlichen Handlungsanweisungen (z.B. Gebrauchsanweisungen) hinsichtlich des Inhaltes die Individualität, da sie vorgegebene Tatsachen beschreiben. Gleiches gilt für das Beschreiben von wissenschaftliche Erkenntnissen und Lehren. Handlungsanweisungen und die Beschreibung von wissenschaftlichen Ergebnissen können aber durch ihre besonders verständliche und übersichtliche Darstellungsform eine überdurchschnittliche geistige Leistung sein, z.B. durch Gliederung, Satzbau, Wortwahl oder durch Einteilung und Anordnung von Graphiken.

Eine Idee ist noch keine persönliche geistige Schöpfung, da die wahrnehmbare Form fehlt (siehe Idee).


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Dokument-Nr. 000721, © 2019

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