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Urheberrecht (Sprachwerke, Schriftwerke)

Begriff und Bedeutung

Rz. 1

Das Urheberrecht schützt Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst (§ 1 UrhG@).

Zu den geschützten Werken gehören

  • die Sprachwerke und

Sprachwerke sind äußerlich erkennbar gemachte sprachliche Gedanken, z.B. eine Rede. Eine Rede ist ein mündlicher Gedankenausdruck.

Gedanken können auch durch Schrift ausgedrückt werden. Solche Gedankenausdrücke sind Schriftwerke. Schriftwerke gehören urheberrechtlich zu den Sprachwerken (vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG@).

Schriftwerke sind äußerlich erkennbar gemachte Gedanken durch Zeichen, wie beispielsweise Romane, Erzählungen oder Gedichte. Schriftwerke sind auch Zeitungsartikel oder Gebrauchsanweisungen. Sie alle enthalten Gedanken in Schriftzeichen.

Zum Ausdruck gebrachte Gedanken (Gedankenausdrücke, Gedankenäußerungen) sind das Ergebnis einer innerlichen Gedankenarbeit. Erst der innere Gedanke, dann die Mitteilung des Gedankens.

Nicht alles, was begrifflich als Sprachwerk oder Schriftwerk anzusehen ist, ist urheberrechtlich geschützt. Erforderlich ist, dass ein Gedankenausdruck in Sprache oder Schrift als eine persönliche geistige Schöpfung angesehen werden kann. Dies erfordert eine geistige Leistung mit einem gewissen Grad an Gestaltungshöhe (siehe persönliche geistige Schöpfung).

Beispiele: Romane, Erzählungen entstehen aus frei erfundenen Stoffen und enthalten daher einen hohen Grad an Individualität.

Gebrauchstexte (wie Gebrauchsanweisungen, Gesetzestexte), wissenschaftliche Schriften und Dokumentationen sind zwar begrifflich Schriftwerke iSd § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG@, ihnen fehlt aber oft die Individualität (persönliche geistige Schöpfung). Sie genießen daher oft keinen urheberrechtlichen Schutz (siehe Gebrauchstext, Rz.17).


|| Rz. 2 >>

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Dokument-Nr. 0001537, © jura-basic 2019

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