jura-basic (Darlehen Nichtabnahmeentschaedigung) - Grundwissen
   
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Darlehensvertrag (Nichtabnahmeentschädigung)

Die Nichtabnahmeentschädigung ist das Entgelt, das der Darlehensnehmer bei Nichtabnahme eines Darlehens zu zahlen hat.

Nach § 488 Abs. 1 BGB@ ist der Darlehensnehmer verpflichtet den geschuldeten Zins zu bezahlen. Die Zinsen hat der Darlehensnehmer für das erhaltene Geld zu bezahlen. Solange der Darlehensnehmer kein Geld vom Darlehensgeber erhalten hat, muss der Darlehensnehmer keine Zinsen bezahlen. Erst nach der Auszahlung des Darlehens, hat der Darlehensnehmer die vereinbarten Darlehenszinsen zu leisten (siehe Darlehenszinsen).

Benötigt der Darlehensnehmer nach Vertragsschluss das Geld nicht mehr (z.B. weil er Geld gewonnen hat) oder haben die Parteien einen Kredit auf Abruf vereinbart und kommt es nach Vertragsschluss zu keiner Auszahlung, entstehen dem Darlehensgeber bei einem verzinslichen Darlehen Zinsverluste.

Der Darlehensgeber hat einen Anspruch auf Nichtabnahmeentschädigung.

Die Höhe des Schadensersatzanspruchs wegen Nichtabnahme des Darlehens ist von dem Zeitraum abhängig, für den der Darlehensgeber eine rechtlich geschützte Zinserwartung hat. Eine Zinserwartung hat der Darlehensgeber regelmäßig von der erwarteten Geldsauszahlung bis zum nächsten zulässigen Kündigungstermin.

Die Zinserwartung berechnet sich nicht nach dem Bereitstellungszinssatz, sondern nach dem höheren Zinssatz, der ab Auszahlung des Darlehens gilt.

Zur konkreten Berechnung der Höhe der Nichtabnahmeentschädigung bei einem Annuitätendarlehen, siehe BGH, 7. November 2000 - XI ZR 27/00.



Dokument-Nr. 000950, © jura-basic 2019

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