jura-basic (Kündigung verhaltensbedingt) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Kündigung, Verhaltensbedingte Kündigung)

Begriff und Bedeutung

Die Kündigung des Arbeitsvertrags gegenüber dem Arbeitnehmer unter Angabe von verhaltensbezogenen Gründen nach dem KSchG wird als verhaltensbedingte Kündigung bezeichnet.

Eine ordentliche Kündigung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer ist unwirksam, wenn sie "sozial ungerechtfertigt" ist (§ 1 Abs. 1 KSchG@).

Die Kündigung ist sozial gerechtfertigt und wirksam, wenn sie im Verhalten des Arbeitnehmers begründet ist (siehe auch andere Kündigungsgründe).

Eine verhaltensbedingte Kündigung erfordert ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers, z.B. Diebstahl von Arbeitsmitteln.

Für eine Kündigung kann der Verdacht genügen, dass der Arbeitnehmer eine geringwertige Sache des Arbeitgebers gestohlen hat.

Zweck einer verhaltensbedingten Kündigung ist nicht eine Sanktion für die begangene Pflichtverletzung, sondern die Vermeidung künftiger Pflichtenverstöße Eine entsprechende Prognose (dass der Arbeitnehmer auch künftig Pflichtenverstöße begeht) ist berechtigt, wenn aus der konkreten Vertragspflichtverletzung und der daraus resultierenden Vertragsstörung geschlossen werden kann, der Arbeitnehmer werde den Arbeitsvertrag auch künftig erneut in gleicher oder ähnlicher Weise verletzten (BGH, 26.11.2009 - 2 AZR 751/08, unter I.1).

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Seite aktualisiert: 13.03.2016, Copyright 2017