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Arbeitsverhältnis (Urlaub, Teilurlaub)

Begriff und Bedeutung

Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Teilurlaub, wenn er mindestens einen Monat gearbeitet hat, aber noch kein Anspruch auf den Jahresurlaub geltend machen kann.

Anspruch auf Jahresurlaub hat nur derjenige, der die 6-monatige Wartezeit erfüllt.

Es gibt Fälle, in denen der Arbeitnehmer die sechsmonatige Wartezeit für den vollen Jahresurlaubsanspruch nach § 4 BUrlG@ nicht erfüllen kann (z.B. bei Arbeitsantritt am 15.10).

Sofern der Arbeitnehmer noch keinen vollen Urlaubsanspruch hat (sog. Anspruch auf Jahresurlaub), ist ein Anspruch auf Teilurlaub möglich.

Einen Anspruch auf Teilurlaub (§ 5 BUrlG@) hat der Arbeitnehmer,

  • für die Zeit eines Kalenderjahres, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt (z.B. bei Arbeitsantritt am 15.10 kann die Wartezeit für das Eintrittsjahr nicht mehr erfüllt werden),

  • wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet (z.B. Ausscheiden innerhalb der Probezeit),

  • wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet (z.B. nach 5 jähriger Betriebszugehörigkeit, erfolgt das Ausscheiden zum 31.03).

In diesen Fällen hat der Beschäftigte einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses (sog. Zwölftelungsprinzip (siehe Inhaltsübersicht, 3. Zwölftelungsprinzip).

Hat der Beschäftigte die Wartezeit im Betrieb einmal erfüllt, dann wird der volle Jahresurlaub zu Beginn eines jeden Kalenderjahres, also am 01.01 fällig. Der Arbeitnehmer kann bereits im Januar seinen Jahresurlaub nehmen.

Endet das Arbeitsverhältnis zum 31. März, dann verkürzt sich sein Jahresurlaub auf drei zwölftel, da das Aarbeitsverhältnis nur drei Beschäftigungsmonate im Kündigungsjahr (Januar bis Ende März) besteht und er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet; lese § 5 Abs. 1 c BUrlG@.

Unter " vollen Monat" ist der Beschäftigungsmonat (z.B. vom 15.09 bis 14.10) und nicht der Kalendermonat zu verstehen (siehe unten Beschäftigungsmonat).

Endet das Arbeitsverhältnis (nach erfüllter Wartezeit) in der zweiten Hälfte eines Kalenderjahrs, dann hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf den gesetzlichen Jahresurlaub. Für diesen Fall gibt es keine Teilurlaubsregelung (siehe Inhaltsübersicht, 3. Zwölftelungsprinzip).

Hat das ganze Arbeitsverhältnis weniger als einen vollen Monat bestanden (z.B. vom 01.03. - 20.03.), besteht kein Anspruch auf Urlaub. Anspruch auf Teilurlaub besteht nur für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (arg. aus § 5 Abs. 1 BUrlG@).


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Seite aktualisiert: 14.03.2018, Copyright 2018...