jura-basic (Lohnzuschlag Sonntagszuschlag) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Arbeitslohn, Vergütung, Zuschlag)

Sonntagszuschlag

Grundsätzlich dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden. Die Grenzen und Ausnahmen vom diesem Beschäftigungsverbot sind in § 9 ArbZG@ und § 10 ArbZG@ geregelt.

Arbeitet der Arbeitnehmer am Sonntag, stellt sich die Frage nach dem Zuschlag.

Kein Zuschlag

Für Arbeiten an Sonn- und Feiertagen haben Arbeitnehmer prinzipiell keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Lohnzuschlag. Eine gesetzliche Regelung für Zuschläge, wie bei der Nachtarbeit, gibt es nicht.

Bei der Nachtarbeit gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf einen angemessenen Nachtzuschlag.

Ein Sonntagszuschlag folgt auch nicht aus § 11 Abs. 2 ArbZG@. Soweit dort auf § 6 Abs. 5 ArbZG@ verwiesen wird, handelt es sich um eine Rechtsgrundverweisung (BAG 5 AZR 97/05).

Das hat zur Folge, dass ein Arbeitnehmer einen Zuschlag nur verlangen kann, wenn er Nachtarbeit an Sonn- oder Feiertagen leistet. In diesem Fall erfolgt der Zuschlag wegen der Nacharbeit.

Abweichend von den gesetzlichen Regelungen kann sich ein Zuschlag aus einem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ergeben.

Zu tariflichen Zuschlägen an Feiertagen siehe (BAG, 17.08.2011 - 10 AZR 347/10).

Ersatzruhetag

Für die an Sonn- oder Feiertagen geleistete Arbeit ist nach § 11 Abs. 3 ArbZG@ ein Ersatzruhetag zu gewähren.

Sonntags- bzw. Feiertagzuschlag wird nur bei entsprechender Vereinbarung gewährt.


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