jura-basic (Kündigung betriebsbedingt Sozialauswahl) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Kündigung, betriebsbedingte Kündigung)

Sozialauswahl

Rz. 3

Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber eine Auswahl unter den Arbeitnehmern treffen (sog. Sozialauswahl).

Die betriebsbedingte Kündigung ist sozial ungerechtfertigt, wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl des Arbeitnehmers

  • die Dauer der Betriebszugehörigkeit,

  • das Lebensalter,

  • die Unterhaltspflichten oder

  • die Schwerbehinderung des betroffenen Arbeitnehmers nicht ausreichend berücksichtigt hat (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 2 KSchG@).

Eine betriebsbedingte Kündigung trifft eher junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmer, die noch nicht solange im Betrieb beschäftigt sind.

Der Arbeitgeber muss nicht alle Arbeitnehmer in die Auswahl einbeziehen.

In die Sozialauswahl sind Arbeitnehmer nicht einzubeziehen, deren Weiterbeschäftigung im berechtigten betrieblichen Interesse liegt (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 3 KSchG@), z.B. wegen ihrer besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten.

Eine Kündigung ist auch ohne Angabe von Gründen zur Sozialauswahl wirksam. Auf Verlangen des gekündigten Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber die Gründe anzugeben, die zu der getroffenen sozialen Auswahl geführt haben (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 1 KSchG@).

Bei falscher Auswahl des Arbeitnehmers ist die Kündigung sozial ungerechtfertigt und unwirksam (siehe Sozialauswahl).


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Dokument-Nr. 000898, © jura-basic 2020

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