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Werkvertrag (Übersicht Werkvertrag)

Begriff und Bedeutung

Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes verpflichtet (§ 631 Abs. 1 BGB@).

Gegenstand des Werkvertrags nach § 631 Abs. 2 BGB@ kann sein:

  • Herstellung einer unbeweglichen Sache

  • anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg, z.B. erstellen eines Gutachten.

Nicht die ausführende Leistung (Arbeitseinsatz, Leistungshandlung) führt zur Schuldbefreiung, sondern die Herbeiführung des geschuldeten Erfolgs (siehe Unternehmerpflichten).

Beispiel: Bei einem Autoreparaturvertrag oder Heizungsreparaturvertrag ist der Handwerker verpflichtet den Mangel zu beseitigen. Erst mit der Mangelbehebung hat der Unternehmer seine Leistungspflicht erfüllt.

Der Besteller ist zur Abnahme des Werkes und Bezahlung der Vergütung verpflichtet (siehe Bestellerpflichten).

Bevor das Werk nicht fertiggestellt oder der herbeizuführende Erfolg nicht eingetreten ist, erhält der Unternehmer keine Vergütung.

Die Vergütung wird erst mit der Abnahme des Werks fällig (§ 641 BGB@). Der Besteller ist nur zur Abnahme eines vertragsmäßig erstelltem Werk verpflichtet (§ 640 Abs. 1 BGB@). Daher ist die Vergütung erfolgsabhängig.

Leistung und Gegenleistung stehen in einem Gegenseitigkeitsverhältnis.

Kein Werkvertrag liegt vor, sofern es sich um die Herstellung einer beweglichen und vertretbaren Sache handelt.

Ein Vertrag, der die Lieferung herzustellender oder zu erzeugender beweglichen Sachen zum Gegenstand hat, ist ein Werklieferungsvertrag (siehe Werklieferungsvertrag).

Für den Werkvertrag sind auch nachstehende Themen von Bedeutung (s.u. Inhaltsübersicht).

Inhaltsübersicht..   (jura-basic)


Hinweise

Seite aktualisiert: 12.12.2016, Copyright 2017