jura-basic (Reisevertrag Sicherungsschein) - Grundwissen
   
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Reisevertrag (Reiserecht)

Sicherungsschein

Rz. 10

Grundsätzlich ist der Reiseveranstalter zur Vorleistung verpflichtet. Erst am Ende der Reise wird die Vergütung fällig (siehe Reisepreis, Rz.8).

Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen des Reisenden aus den Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Reisenden ein Sicherungsschein übergeben wurde (§ 651r Abs. 4 BGB@).

Der Sicherungsschein ist der Nachweis der Absicherung der Kundengelder. Er wird von dem Kundengeldabsicherer ausgestellt. Der Kundengeldabsicherer ist regelmäßig eine Versicherung (vgl. § 651r Abs. 2 BGB@).

Die Pflicht des Reiseveranstalters zur Kundengeldabsicherung ergibt sich aus § 651k Abs. 1 Satz 1 BGB@.

Der Reiseveranstalter hat sicherzustellen, dass dem Reisenden

  • der gezahlte Reisepreis erstattet wird, soweit Reiseleistungen infolge Zahlungsunfähigkeit oder Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Reiseveranstalters ausfallen

  • notwendige Aufwendungen erstattet werden, die dem Reisenden infolge Zahlungsunfähigkeit oder Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Reiseveranstalters für die Rückreise entstehen

Die Absicherung von Kundengeldern kann durch den Abschluss einer Insolvenzversicherung erfolgen (vgl. § 651r BGB@).

Der Sicherungsschein gibt dem Reisenden einen eigenen unmittelbaren Anspruch gegen den Kundengeldabsicherer (vgl. § 651r Abs. 3 BGB@).


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Dokument-Nr. 000227 (Details, unten bei Hinweise), © jura-basic 2020

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