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Grundbegriffe (Gläubiger)

Im Rahmen eines Schuldverhältnisses ist der Gläubiger derjenige, der eine Leistung vom Schuldner fordern kann, der einen Anspruch gegenüber dem Schuldner geltend machen kann. Der Gläubiger ist der Inhaber eines Anspruch. Sofern es sich bei dem Anspruch um einen vertraglichen Anspruch handelt, wird der Anspruch auch als Forderung bezeichnet. Der Gläubiger ist daher ein Anspruchsinhaber oder Forderungsinhaber.

Kraft des Schuldverhältnisses ist der Gläubiger berechtigt, von dem Schuldner eine Leistung zu fordern. Die Leistung kann z.B. eine Sache oder Dienstleistung sein. Die Leistung kann auch in einem Unterlassen bestehen (§ 241 BGB@).

Macht der Gläubiger seinen Anspruch geltend und fordert vom Schuldner die versprochene Leistung, dann kommt der Gläubiger in Annahmeverzug, wenn er die angebotene Leistung nicht annimmt (siehe Annahmeverzug).

Der Gläubiger kann eine Forderung auf einen anderen übertragen. Hierzu ist ein Einigung (Vertrag) erforderlich. Mit dem Abschluss des Vertrags tritt der neue Gläubiger an die Stelle des bisherigen Gläubigers. Durch den Übergang der Forderung auf den neuen Gläubiger, kann der neue Gläubiger (Forderungserwerber) die erworbene Forderung im eigenen Namen gegenüber dem Schuldner geltend machen (siehe Abtretung).

Der Begriff des Gläubigers ist nicht nur im Rahmen eines Schuldverhältnisses von Bedeutung, sondern auch im Insolvenzverfahren. Hat ein Gläubiger gegen einen Schuldner eine Forderung und ist der Schuldner zahlungsunfähig, dann kann der Gläubiger oder der Schuldner einen Antrag auf Insolvenzeröffnung (§ 13 InsO@) stellen.

Das Insolvenzverfahren dient dem Schutz der Gläubiger. Es ermöglicht die gemeinschaftliche und gleichmäßige Befriedigung der Gläubiger des Schuldners. Im Insolvenzverfahren kommt den Gläubigern eine besondere Bedeutung zu. Es gibt die Gläubigerversammlung und der Gläubigerausschuss.

Vom Gläubiger ist der Gesamtgläubiger zu unterscheiden (siehe Gesamtgläubiger).


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