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Kaufvertrag (Autokauf, Bestellung und Auftragsbestätigung)

Ein Vertrag erfordert übereinstimmende Willenserklärungen, das sind

  • das Angebot und

  • die Annahme (des Angebots)

Das Angebot des Käufers an den Verkäufer wird im Alltag auch als Bestellung bezeichnet. Der Gesetzgeber spricht von Antrag. Mit dem Antrag (Angebot, Bestellung) wird einem anderen die Schließung eines Vertrags angetragen

Bei einem Kaufvertrag über ein neues Auto (Neuwagen) oder ein gebrauchtes Auto (Gebrauchtwagen) bei einem Autofachhändler gibt der Kunde einen Antrag (Angebot, Bestellung) ab. Der Kunde ist der Antragende (Besteller).

Vor der Unterschrift der Bestellung (des Antrags) werden zwischen Verkäufer und Kunde noch letzte Details über den Kaufvertrag besprochen. In der Regel handelt es sich um einen vorgefertigten Antrag, in dem schon alle Details des Autos stehen. Es müssen lediglich noch die Käuferdaten und der Kaufpreis eingetragen werden. Daher kann man noch vor der Unterschrift ein letztes Mal versuchen den Preis zu senken.

Sofern es sich um einen Gebrauchtwagen mit Unfallschaden handelt, wird kurz vor der Unterschrift von einem seriösen Verkäufer darauf hingewiesen, dass es sich um einen Unfallwagen handelt. Um sich vor Überraschungen vor Vertragsschluss zu schützen sollte beim Kauf eines Gebrauchtwagens bereits vor der Probefahrt gefragt werden, ob der Wagen ein Unfallwagen ist.

Ist der angestellte Verkäufer, mit dem der Kunde eine Probefahrt vereinbart und die Vertragsverhandlungen geführt hat, nicht vertretungsbefugt, wird das vom Kunden unterschriebene Angebot der Geschäftsleitung des Autohauses zur Unterschrift vorgelegt. Dies kann einige Tage dauern. Während dieser Zeit ist der Kunde an den unterschriebenen Antrag (Angebot) gebunden, es sei denn, dass er die Gebundenheit des Antrags ausgeschlossen hat (vgl. § 145 BGB@).

In der Praxis unterschreibt die Geschäftsleistung eines Autohauses nicht den vom Kunden unterschriebenen Antrag, sondern der Kunde erhält eine Auftragsbestätigung, die von der Geschäftsleistung unterschrieben ist. Erst mit Zugang dieser Auftragsbestätigung beim Kunden kommt der Kaufvertrag zustande. Erst ab diesem Zeitpunkt besteht die Pflicht den Kaufpreis zu bezahlen. Zuvor besteht diese Pflicht nicht, da noch kein Vertrag geschlossen ist.

Siehe auch Kaufvertrag und Bestellung (Details).


Hinweise

Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017