jura-basic (Gattungskauf) - Grundwissen
   
 jura-basic.de
 Juristisches
      Basiswissen

Grundwissen:


Informationen:

Inhalt

Kaufvertrag (Gattungskauf)

Beim Gattungskauf vereinbaren die Parteien eine Gattungsschuld.

Die Gattungsschuld ist ein Begriff aus dem Schuldrecht.

Bei der Gattungsschuld schuldet der Schuldner kein konkretes Einzelstück (so bei der Stückschuld), sondern eine Sache aus einer bestimmten Gattung. Die Gattung wird aus Gegenständen mit gleichen Merkmalen (Gruppenmerkmalen) gebildet,

Beim Obst bilden die unterschiedlichen Sorten jeweils eine Gattung. Beim Auto bilden die unterschiedlichen Typen jeweils eine Gruppe (siehe Gattungsschuld).

Bei einer vereinbarten Gattungsschuld (Gattungskauf) steht zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses lediglich die Gattung fest, aus der eine Sache geliefert werden soll.

Erst nach dem Vertragsabschluss, im Rahmen der Erfüllung, entscheidet der Schuldner, welche Sache aus der Gattung geleistet werden soll. Der Schuldner hat ein Auswahl- und Aussonderungsrecht.

Beim Kauf von 1 kg Äpfel über das Internet, liegt ein Gattungskauf vor. Der Verkäufer bestimmt nach Vertragsschluss, welche konkrete Äpfel er liefert. Er trifft die Auswahl. Wer eine nur der Gattung nach bestimmte Sache schuldet, hat eine Sache von mittlerer Art und Güte zu leisten (§ 243 Abs. 1 BGB@).

Vom Gattungskauf ist der Stückkauf zu unterscheiden (siehe Stückkauf).


Hinweise

Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017