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Personen (freier Mitarbeiter)

Ein freier Mitarbeiter ist eine selbständige Person.

Der freie Mitarbeiter kann seine Tätigkeit frei gestalten und die Arbeitszeit frei bestimmen. Seine Tätigkeit hat er höchstpersönlich zu erbringen, es sei denn, dass die Hinzuziehung anderer Personen vom Auftraggeber erlaubt ist.

Schuldet der freie Mitarbeiter einen konkreten Leistungserfolg, dann besteht ein Werkvertrag. Schuldet der freie Mitarbeiter lediglich eine Dienstleistung, dann liegt ein Dienstvertrag zwischen dem Auftraggeber und dem freien Mitarbeiter vor (sog. freies Dienstverhältnis).

Hat ein selbständiger freier Mitarbeiter als Einzelunternehmer keine Beschäftigten und nur einen Auftraggeber (z.B. selbständiger Journalist schreibt nur für einen Verlag), dann ist er wirtschaftlich von dem Auftraggeber abhängig, wie ein Arbeitnehmer. Eine solche selbständige Person wird als arbeitnehmerähnliche Person bezeichnet.

Auf arbeitnehmerähnliche Personen ist das BUrlG anzuwenden. Nach § 2 BUrlG@ gelten als Arbeitnehmer auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind. In diesem Fall hat der freie Mitarbeiter einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub gegen den Auftraggeber nach § 1 BUrlG@ (siehe dazu arbeitnehmerähnliche Person).

Im Gegensatz zum selbständigen freien Mitarbeiter sind Arbeitnehmer und Leiharbeitskräfte weisungsabhängig. Sie sind unselbständige Personen und können nicht frei über Arbeitszeit und die Gestaltung der Tätigkeit entscheiden.


Hinweise

Seite aktualisiert: 20.06.2016, Copyright 2017