jura-basic (Einkommensteuer Einkommensteuertarif) - Grundwissen
   
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Steuerrecht (Einkommensteuer)

Einkommensteuertarif

Rz. 12

a) Der Einkommensteuertarif ist der Steuertarif zur Einkommensteuer und gibt an, vieviel Steuer auf das zu versteuernde Einkommen zu bezahlen ist. Das Ergebnis der Berechnung ist die tarifliche Einkommensteuer.

Das zu versteuernde Einkommen bildet die Bemessungsgrundlage für die tarifliche Einkommensteuer (siehe Steuerermittlung, Rz.5).

Für die Besteuerung des zu versteuernden Einkommens hat der Staat sich für einen progressiven (steigenden) Steuersatz entschieden. Dies ist kein einheitlicher Steuersatz (unabhängig vom zu versteuernden Einkommen), sondern ein Steuersatz, der in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkomme ansteigt (siehe Steuerprogression, Rz.10).

Die Formeln zur Berechnung der tariflichen Einkommensteuer sind in § 32a Abs. 1 EStG@ enthalten. Aus der Vorschrift können die Tarifzonen (Formeln) entnommen werden.

Dass der Steuerpflichtige die Einkommensteuer nicht selbst errechnen muss, gibt es die Steuertabellen. Ist das zu versteuernde Einkommen bekannt, dann kann die tarifliche Einkommensteuer aus Splitting- oder Grundtabelle entnommen werden (siehe Steuertabelle, Rz.9).

Von der tariflichen Einkommensteuer sind noch Steuerermäßigungen abzuziehen. Das EStG kennt verschiedene Steuerermäßigungen (siehe Steuerermäßigung, Rz.13). Die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um ausländische anzurechnende Steuern und vermindert um Steuerermäßigungen ergibt die festzusetzende Einkommensteuer (§ 2 Abs. 6 EStG@).

Diese Steuer ist grundsätzlich die Einkommensteuerschuld. Hat der Steuerpflichtige während des Veranlagungszeitraums bereits Vorauszahlungen geleistet, erfolgt eine Anrechnung (siehe Steuerermittlung, Rz.5).

b) Für Einkünfte aus Kapitalvermögen gibt es einen gesonderten Steuertarif, er beträgt pauschal 25 % (§ 32d EStG@). Dies ist ein einheitlicher Steuersatz, unabhängig von der Höhe des Einkommens.

c) Für Einkünfte von selbständigen Steuerpflichtigen (z.B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb) gibt es steuerliche Begünstigungen, wenn die Steuerpflichtigen den durch Betriebsvermögensvergleich ermittelte Gewinn nicht privat nutzen, sondern dem Betrieb weiterhin zur Verfügung stellen (sog. Thesaurierungsrücklage). Sind in dem zu versteuernden Einkommen nicht entnommene Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit enthalten, ist die Einkommensteuer für diese Gewinne auf Antrag des Steuerpflichtigen ganz oder teilweise mit einem niedrigeren Steuersatz zu berechnen (§ 34a Abs. 1 EStG@).


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Dokument-Nr. 0001979, © jura-basic 2019

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